Sonntag, 21. November 2021

Anse Marron

Am Freitag hatten wir eine Tour zum Anse Marron im Süden geplant. Diese Tour sollte man nur mit Guide machen. Andreas und Julia hatten die Tour bereits am Mittwoch gemacht und sie sagte, dass die Tour super anstrengend war und eine der schlimmsten, die sie je gemacht hatte. Ich also Panik bekommen und Erik innerlich verflucht, worauf ich mich mal wieder eingelassen habe. Auch bei der Beschreibung vom Guide steht geschrieben, dass man absolut fit und keine Probleme haben sollte. Er würde auch am Treffpunkt entscheiden, ob jemand nicht geeignet wäre. Nun gut - der Wecker klingelte morgens um 7h - da 08:30 Treffpunkt am Helipad war. Gott sei Dank ist dieser zu Fuß nur 7min entfernt. Wir schauten aus dem Fenster - Boden nass - Himmel recht blau mit wenig weißen Wölkchen. Perfekt. Ab zum Frühstück und zum Treffpunkt. Erik wie immer die Ruhe in Person... 8:23h noch keine Schuhe an - mich stresst sowas ja dezent.


 Zur Einordnung - Am Ende war morgens der Treffpunkt, von dort ging es mit dem Taxi zum Start, gewandert sind wir einmal um den Süden bis zum Ende

Hier am Helipad - Treffpunkt

Dort angekommen, dauerte es etwas. Der Ansprechpartner sprach unverständliches Englisch, er telefonierte ständig und irgendwie empfand ich das als etwas unprofessionell. Eine einheimische Familie wurde zuerst mit dem Taxi gefahren und dann ging es endlich los. Zwischendurch hielten wir noch mal beim Supermarkt an - der Ansprechpartner kaufte sich noch Wasser und was zu Essen. Unsere Theorie: Der eigentliche Guide hatte verschlafen und jetzt soll er es übernehmen und musste sich noch eindecken. Sicher habe ich mich nicht mehr gefühlt.


 Los geht es - Taxi - hier einfach hinten auf dem Truck

Am Trail angekommen wartete die Localfamily auf uns. Wir in festem Schuhwerk, so stand es explizit in der Tourbeschreibung - der Guide (Dave) mit Flipflops, die lockerer nicht sein könnten. Passt ja zu unserer Theorie. In einem Tempo ist er die ersten Stufen/Steine hochgerannt, ich schon aus der Puste und dachte mir nur: "Wo bin ich gelandet?" Als er mal drei Sätze sagte, kam ziemlich laut: "Wait! Every Couple by themself" Es wurden die ersten Fotos gemacht. Am ersten Strand noch etwas bewölkt musste unser Guide dann zurück und noch eine Nachzüglerin abholen - wir sind weiter mit der Localfamily und konnten Bilder machen. 


Das Eröffnungsfoto auf dem Trail


 Nachdem der erste Anstieg geschafft war, ging es durchs grüne Gras

Zum ersten Aussichtspunkt - noch keine Sonne zu sehen


 Mit Strand, aber viel zu wellig und gefährlich

Und trotzdem wunderschön

Aktuell auch noch Ebbe

 Trail zu Ende...und nun? Wir sind dann einfach weiter

Von der anderen Seite

Während wir auf Dave und die Nachzüglerin warteten

Als dann die Nachzüglerin - Nora - ankam, waren wir komplett. Es war nicht ihre Schuld sondern es gab Kommunikationsprobleme mit Robert - der das organisiert. Aber so sind wir durch die ersten Hürden geklettert und haben uns endlich als Gruppe identifiziert und es machte richtig Spaß mit ihnen zu laufen, klettern, krabbeln. Jeder half jedem, über wörtlich genommen den Abgrund. Dave ist auch aufgetaut und entpuppte sich als richtiger Tourguide und erzählte eine Menge. Seine Flipflops wurden sogar abgelegt und er machte die Tour Barfuß, weil er so besseren Halt hat.

Hier ging es dann richtig los - unter die Felsen mussten wir durch

Auch Erik passte durch

Aber Bauch rein und lang machen war angesagt - links unser Guide 

Über Stock und Stein - äh Fels


 Ganz schwindelfrei durfte man aber nicht sein

Es hat trotzdem Spaß gemacht

Zur Belohnung gab es ein Postkartenmotiv

Ich kann gar nicht in Worte fassen, was man dort gesehen hat. Auch auf Bildern kann man dieses Naturspektakel kaum festhalten. Mir hat es wirklich den Atem verschlagen. Ich habe selten so etwas Wunderschönes gesehen. Diese Farben, diese Felsen - es ist einfach wirklich WAHNSINN. 

 

 Long Beach - kurz vorm Ziel

 Atemberaubend schön

 

 Das Foto war es mir wert - ich durfte nur nicht nach unten schauen

Long Beach von der anderen Seite

Weiß nicht mehr, wie ich diese Aussicht noch benennen soll


 Weit oben über dem Sealevel

 Kristallklares Wasser

Angekommen am Anse Marron - einer kleinen geschützten Bucht konnten wir uns "abkühlen", denn es war unsagbar heiß und der Schweiß ist einfach nur gelaufen. Wir badeten in Badewassertemperatur, bekamen einen Obstteller mit Samosas und versuchten uns unter die Steine im Schatten zu verkrümeln - aber kaum möglich. Nora erzählte uns, dass da drüben - wo wir im Wasser waren - ein "deathly fish" ist. Ich habe mich - wie immer im Vorfeld über gefährliche Tiere auf der Insel informiert. "Stonefish?" "Yes, it looks like a stone, but it is alive." Krass, da lag wirklich ein Steinfisch. Mit viel Respekt bin ich hin und habe ein Bild gemacht. 


 Die linke Bucht der Anse Marron - etwas unruhig, wir waren lieber in der Kleineren 


 Unsere Obstplatte mit leckeren Fischsamosas zur Stärkung

Steinfisch - eins der giftigsten Tiere der Welt und kann sich sehr gut tarnen


 Felsen erklimmen um die besten Fotos zu machen - im Hintergrund die Anse Marron

Gruppenfoto 

Da es einfach zu heiß war haben wir Sachen gepackt und los ging es. Der schwierige Teil lag zwar hinter uns - trotzdem wurde noch geklettert und gekrabbelt. Zwischendurch wurde uns von Dave super viel von der Natur gezeigt und erzählt. Im Schatten pausiert - am Ende mussten wir durch Wasser laufen. Am weltberühmten Anse Source D'Argent war die Tour offiziell zu Ende, aber wir könnten noch weiter mit ihm bis zum Ausgang. Erst wurde an der Fuit Bar gehalten, dann am Kiosk - er versucht alles um seine Locals zu unterstützen. Dann gab es aber ein weiteres Highlight - frische Kokosnuss direkt von der Palme. Jeder hat eine zum Trinken bekommen und dann gab es noch halben Liter zum Mitnehmen. Die Schildis gefüttert und um sage und schreibe 17:30 waren wir erst wieder im Hotel. Ganze 9 Stunden später. Runde Pooling zum Abkühlen und einen tollen Sonnenuntergang.


 Erik hatte sich eine „kleine“ Spinne auf den Arm setzen lassen - der Guide hat sie sich sogar mitten ins Gesicht gesetzt - ich war nicht so mutig

Zimtbäume gibt es dort auch

Kleine Pause im Schatten, danach geht es links an den Felsen vorbei


 Vom Wasser aus

 

Das war Teil des Trails

 Schon herrlich - kühlt auch ein wenig


 Frischer Ananassaft von der Fruita Cabana Bar am Anse Source D'Argent


 Nach der Pause geht es noch mal auf einen Felsen


 Er hat sie tatsächlich alle aufgemacht

Ich habe so viel Kokosnuss gegessen, dass ich am Ende Bauchweh hatte 

Naturkunde Stunde im Busch

Schildis füttern durfte ich auch wieder 


Sonnenuntergang

Im Zeitraffer

Mein Fazit zu dieser Tour: Es war genial. Es hat so viel Spaß gemacht. Es war anstrengend, - wegen der Hitze, aber es war unglaublich toll. Ich würde sie nie ohne Guide machen, da sie schon gefährlich werden kann, aber diese Magie an Natur sind es 40€ pro Person wert. Es war für mich bis jetzt das Highlight auf den Seychellen. Wir haben die Insel in voller Schönheit und von weit oben gesehen und in einem Teil, der natürlicher nicht sein kann. Keine Straßen oder Wege. Wir sind durch die tiefste Natur und ich habe die Insel mit anderen Augen gesehen. Es war einfach atemberaubend toll!


 Eins der besten Bilder zum Schluss - es verschlägt mir immer noch den Atem


 In Rot die etwa gelaufene Route

Und der aufmerksame Leser wird sich jetzt fragen, was eigentlich mit Donnerstag war? Den haben wir nämlich übersprungen. Ja, eigentlich war die Tour am Donnerstag geplant - aber es hat hier auf La Digue heftig geregnet - im Übrigen das erste Mal seit 4 Monaten - es war sehr windig und die Wolken waren dick und grau. So haben wir am Treffpunkt entschieden, die Tour erst Freitag zu machen und sind zurück ins Hotel. Haben relaxt, Blog geschrieben und gelesen. Mittags sind wir mit Regenschirm gewappnet zum View Point gelaufen. Super steile und rutschige Straße hoch und wieder runter. Spaß hat es nicht gemacht - aber der Ausblick hat sich gelohnt. Es hatte zwar nicht mehr geregnet, nass waren wir trotzdem bis auf die Unterhose, weil es einfach super schwül war. Aber es hat etwas aufgeklart, so hatten wir einen tollen Blick über La Digue. Zur Belohnung gab es ein Chickencurry zum Teilen und Pool - das war alles!

 

So wurden wir morgens begrüßt

Regen - überall Wolken

 

Aber wir sind trotzdem los und verlieren nicht den Spaß 

Immer aufpassen wo man hintritt

Unterwegs: Salat wird hier auch angebaut
 
Ab hier wurde es steil
Schildkröten sind hier die üblichen Haustiere

Ausblick zwischendurch

Endlich angekommen
 
Im Belle Vue

Im Lokal an der Reling

Hier oben gab es noch einen weiteren Rundweg, den sind wir dann nicht mehr gegangen

Da ganz oben waren wir

Bananen wachsen hier auch überall

Kleine Imbissierung zum Teilen im Zerof
 
 
Ganz schick eigentlich 

Hier konnten wir nicht vorbei...Pooling zum Abschluss


 

 

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