Heute war unser letzter voller Tag auf Mahé. Wir sind morgens wieder recht früh gestartet - sogar ich bin schon 7:30 Uhr raus. Nikki zu diesem Zeitpunkt schon die erste Runde im Wasser gewesen - aber zum Schnorcheln müsste sie weiter raus, das möchte sie nicht ohne mich, also blieb nur baden.
Am Einsatz hat es nicht gemangelt
Ich habe lieber einen Kaffee getrunken und Nachrichten gelesen
Schönes Ambiente
Abfahrt
Danach sind wir zum von unserem Host empfohlenen Copolia Trail gefahren - nur am Strand rumliegen ist halt aktuell (noch) nicht und wird auch teilweise echt unbequem, da der Sand echt hart sein kann - Liegen nur für Hotelgäste. Im Gegensatz zum Trail vom Vortag werden hier 100 SCR pro Nase "Eintritt" fällig - dafür gibt es aber auch die bis dato sauberste (und ich glaube einzige) öffentliche Toilette.
Ich mache in der Regel nicht viele WC Fotos: das war aber wirklich ansehnlich
Der Trail ist als "medium" und damit leichter als der Morne Blanc Trail klassifiziert. Im Endeffekt nehmen sich die beiden Wanderungen aber nichts, es wurden insgesamt 227 Höhenmeter und 3,3 km Laufstrecke absolviert, damit also nur etwas länger und nur 4 Höhenmeter weniger, also alles nicht der Rede wert. Man wird am Ende aber mit einem spektakulären Ausblick belohnt - somit absolute Empfehlung unsererseits.
Eine Bank zum Ausruhen
Blick auf Victoria: der kleinsten Hauptstadt der Welt, ca. 25000 Einwohner
Blick auf Eden Island: künstlicher Anbau, ein bisschen wie die Palme vor Dubai. Schick und maximal teuer, authentisch sieht aber anders aus. Aber: im Hintergrund (erste größere Insel/rechts): Ile au Cerf - unser nächstes Ziel
Weil es unser letzter Tag hier ist, wollten wir noch einmal zum Port Launay - der hatte uns einfach am Besten gefallen. Ruhiges und klares Wasser, ein schöner Strand, was will man mehr? Auf dem Weg haben wir noch bei der Teefabrik gehalten. Für eine Tour bzw. einen geführten Rundgang konnten wir uns aber nicht aufraffen. Wir hoffen auch den Tee im Supermarkt dann günstiger als im Retail Store kaufen zu können. Mal sehen ob die Rechnung aufgeht.
Die Teefabrik - Tee ist übrigens das zweitbeliebteste Getränk auf den Seychellen bei den Locals (nach Wasser, und ja, Vater, vor Bier :-)). Gehört bei ihnen beim Frühstück dazu wie bei uns der Kaffee.
Tee...
Hier ist auch immer jemand da, der ein Foto machen kann. Das ist nicht bei allen Stränden so.
Einfach WAHNSINN!
Mittags gabs wieder einen Snack. Nikki ging nochmal Schnorcheln; mir sind die Augen beim Lesen zugefallen. Wir sind dann früh zurück ins Beach Cove weil wir uns für den letzten Abend einen schönen Sundowner Platz suchen wollten. Frisch gemacht sind wir ins Blisshotel Richtung Norden - das sah auch nett aus, aber es waren irgendwie noch keine Gäste da. Wir haben dann Plan B) realisiert und sind mit unserer Decke und Kaltgetränken zum nahe gelegenen Sunset Beach gefahren und dort den Sonnenuntergang um 18:09 Uhr zelebriert.
Mein Octopus Curry - sehr bekömmlich
40 Minuten für nur 20km - normal, wenn man von der West- zur Ost/Nordküste möchte (über die Berge). Schnell geht's nicht voran, aber gemütlich.
Venn's Town - bitte im Selbststudium recherchieren, wir waren nicht drin und sind nur vorbeigefahren. Keine Zeit :-)
Die Rock Pool Bar beim Bliss Hotel. Sehr schön, aber nichts los
Am Blick kann es nicht liegen...
Schön war's trotzdem
Der Sonnenuntergang
Auf dem heutigen Speiseplan stand dann ein Inder, denn wir wollen auch dem indischen Einfluss hier gerecht werden. Stilecht ging es eng in eine Sackgasse und in einen mehr als fragwürdigen Laden. Wir wollten Butter Chicken und Chicken Curry; Reis war "aus" (das lasse ich mal unkommentiert), dafür gab's Naan Brot. Wir haben es dann mitgenommen und bei uns auf der Terrasse gegessen. Es war einfach brutal scharf und in meinem Curry waren mehr Knochen als Hähnchenfleisch - immerhin authentisch und (trotzdem) lecker.
Beim Inder vor der Tür
Da war die Vorfreude noch groß und die Knochen nicht gesichtet
Abends wurden dann nur noch die ersten Sachen zusammengepackt und der Blog aktualisiert. Es wird auch Zeit für ein erstes Zwischenfazit: Mahé ist toll! Sehr vielseitig, super grün, tolle Strände und Wanderungen, wenn man sich sportlich betätigen möchte. Aber auch Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Mit viel Glück kann man auch Schildkröten beim Schnorcheln antreffen - hier hat Nikki noch keine gesehen.
Insgesamt gefällt uns der Flair sehr. Im Radio läuft Französisch genauso viel wie Englisch; wir haben Linksverkehr. Die Seychellois sind stolze Mitglieder der afrikanischen Community und ein "Hakuna Matata" schwingt stets mit. Gleichzeitig könnten wir auch in der Karibik sein - Bob Marley Vibes liegen in der Luft. Es ist sehr sauber, wenn Blätter auf den Straßen liegen, werden die schnell weggefegt oder gesaugt. Die Straßen sind gut, wenn auch meistens eng, spätestens in den Serpentien. Links und rechts hört die Straße schnell auf und falls ein Bus von vorne kommt: in Deckung! Die nehmen sich den Platz und fahren schneller als jedes andere Auto. Kein Hard Rock Café, McDonalds oder Starbucks - Flarniermeile? Fehlanzeige. Eine tolle Mischung! Wir freuen uns auf die nächsten 14 Tage auf der Ile au Cerf, auf La Digue und Praislin.
Kein Reis und mehr Knochen als Fleisch? Schon wie am Kili
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